AUTORIN: Maria Kageaki

Welche Emotionen stecken hinter körperlichen Problem(ch)en?

Man kennt die Wirkung der Gefühle auf den Körper: Gespräche mit anderen, ungünstige Nachrichten, extremer Stress oder Schreckerlebnisse, die körperliches Unwohlsein zur Folge haben und eventuell sogar in eine Krankheit münden. Im Kleinen zeigt sich das oft schon bei Stress „heute Stress – morgen Erkältung“. Das Körpermilieu reagiert superschnell. 

Gedanken triggern Emotionen, die körperliche Reaktionen auslösen – bildhafte Vorstellung von leckerem Essen lässt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen, Ärger kann Bauchschmerzen auslösen, Vorfreude auf den Partner erzeugt Schmetterlinge im Bauch. 

Besonders beeindruckt hat mich ein Besuch bei dem bekannten Heiler Leonhard Hohenegg bei Innsbruck, der fragte: „Was gab es für ein Ereignis, das dem körperlichen Problem voraus ging?“. Erlebnisse von eitrigen Halsentzündungen mit Fieber, die sich nach einer klärenden Aussprache von „jetzt auf gleich“ erholten, heftige Grippesymptome, die nach einer Änderung des Vorhabens schnell verschwanden, Zahnschmerzen, die sich nach einer Änderung der Denkweise binnen weniger Stunden auflösten, scheinbar therapieresistente Bronchitis, die nach Klären des Themas in kürzester Zeit in Lösung ging. Es gibt also Symptome, die sich regeln, wenn das Problem, der Auslöser, erkannt und korrigiert wird? Der Körper hat ein geniales Selbstheilungssystem, das sofort in Regulation geht, wenn die Ursache geklärt ist.

Die erste Frage sollte also immer lauten: Was ist der Grund, was muss geändert werden?

Die Gesundheit ist nicht nur von der grobstofflichen Nahrung abhängig. Das Feinstoffliche, die Emotionen, sind übergeordnet. Selbst die beste gemüsebetonte Vitalkost, in Kombination mit einem schwachen Selbstwert, der Handlungen gegen die eigene Überzeugung zur Folge hat, kann keine Gesundheit garantieren.

Raus aus der Opferrolle

Manche Menschen sind in dem Glauben, wenn sich nur der Partner, der Chef, die Freundin anders verhalten würde, wäre alles wunderbar. In Wirklichkeit liegt es in unserer Macht, etwas zu verändern, denn wir entscheiden wie wir auf unser Umfeld reagieren. Die beste Basis für gute Gesundheit ist ein starkes Selbstbewusstsein, das hilft, für sich selbst einzustehen. Oft wird bei Kindern schon in jungen Jahren der Selbstwert eingebremst und sie werden „gefügig“ gemacht. Manchmal ist es auch eine Misinterpretation des christlichen Glaubens, wo es heißt „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, aber stattdessen vermittelt wurde: „erst die andern, du stellst dich hinten an“. Das zieht sich oft wie ein roter Faden durch das ganze Leben. Diese Menschen tendieren zum „Ja und Amen“-Sagen, sie ertappen sich immer wieder dabei, etwas zugesagt zu haben, was ihnen nicht liegt oder noch eine Arbeit angenommen zu haben, obwohl sie nicht wissen wie sie alles schaffen sollen.