AUTOR: Eckhard Anker

Wie man altert hängt viel vom Lebensstil ab, einiges ist auch nur Kopfsache. Manche Menschen sind körperlich und auch geistig jünger als es der Ausweis angibt. Die Frage, die jeder hat ist doch, wie das biologische Alter beeinflusst werden kann? Jeder möchte lange gesund leben damit er alt wird, aber alt sein möchten die wenigsten.

Albert Camus, ein französischer Schriftsteller, meinte dazu sehr treffend: „Die Phantasie tröstet die Menschen über das hinweg, was sie nicht sein können und der Humor über das, was sie tatsächlich sind.”

Historische Betrachtung:

Schon Christian Wilhelm Hufeland (1762 – 1836), hielt es für wichtiger, Verhaltensweisen zu vermeiden, die lebensverkürzend sind, denn nur so ließe sich das gesunde Leben verlängern. Wer lange lebt ist länger alt, was auch bedeutet, dass nicht die Jugend verlängert wird. Hufeland war königlicher Leibarzt und u.a. auch der Leibarzt von Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832) und von Friedrich Schiller (1759 – 1805)
Hufeland beschreibt vor 200 Jahren bereits „Mittel und Maßnahmen“, die lebensverkürzend und lebensverlängernd sind. Er ist Begründer der „Makrobiotik“, der Kunst, das menschliche Leben zu verlängern und auch der Vorsorgemedizin. Aus seiner Sicht war folgendes zu beachten und wichtig:

  • Ledige, Müßiggänger und Fleischesser werden nicht alt
  • Bildung fördert die Lebensdauer
  • Der Körper verfügt über Selbstheilungskräfte, d.h. Krankheits-Symptome sind für ihn Heilungsreaktionen

Er begrüßte die „Abhärtung“ und das Training des Körpers. Waschen mit kaltem Wasser, Muskeltraining, regelmäßige tgl. Bewegung und ab und zu Fasten. Ein ausgewogenes Verhältnis von Stress (Anstrengung) und Genüssen und Entspannung.

Auch vor 200 Jahren lebte und wirkte der Apotheker Samuel Hahnemann (1755-1843), der Begründer der Homöopathie. Er verwendete seine Mittel gegen akute und chronische Symptome und wies nach, dass diese dadurch sanft verbessert werden konnten.

Ein weiterer Mann aus dieser Zeit ist Sebastian Kneipp, der „Wasserdoktor” (1821 – 1897). Er lehnt sich an die Theorie von Hufeland (dem Abhärten durch kaltes Wasser) an und entwickelte seine noch heute bekannten und erfolgreichen Verfahren und Therapien. Insgesamt lässt sich zusammenfassen, dass Hufeland, Hahnemann und auch Kneipp schon im achtzehnten und dem beginnenden neunzehnten Jahrhundert etwas kannten und empfahlen, was auch heute noch absolute Gültigkeit hat.

Aktuelle Gesundheit in Deutschland (laut RKI und Statistisches Bundesamt, 2019):

„Zahlen, Daten und Fakten zum Gesundheitszustand der Deutschen: In vielen repräsentativen Umfragen der letzten Jahre geben 75 % der Deutschen an, dass sie mit ihrer Gesundheit zufrieden sind, bzw. sich gesund fühlen.” Andererseits widerlegen folgende Fakten und Werte dies nachhaltig:

  • 50 % der Erwachsenen sind  übergewichtig
  • 10 % der Deutschen sind Diabetiker – Tendenz steigend
  • 25 % der Deutschen leiden unter Allergien
  • 35 % der über 65jährigen nehmen täglich 5 oder mehr Medikamente ein
  • 33 % der 70jährigen sind an Arthrose erkrankt
  • 40 % der Todesfälle sind Folge von Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Dazu kommt erschwerend, dass eine regelmäßige, mehrmals pro Woche, moderate Bewegung von weniger als 25 % der Deutschen durchgeführt wird. Eine weitere Tatsache ist, dass die soziale Lage einen prägnanten Einfluss auf die Gesundheit hat.

Blaue Zonen

Werfen wir nun einen Blick auf Gebiete in dieser Welt, wo die meisten 100jährigen leben und was wir von Ihnen lernen können. Wie sieht der Speiseplan der ältesten Menschen auf dieser Welt aus, wie sind die Lebensgewohnheiten und was sind besonders erwähnenswerte lokale Besonderheiten? Zusammenfassend entwickelt jede Region für sich unterschiedliche Ernährungs- und Lebensgewohnheiten, die allesamt gesund sind.

Den vollständigen Text lesen Sie im WALNUSSblatt, 2. Ausgabe