AUTOR:  Eckhard Anker

Clean Eating ist keine Diät, sondern eine Ernährungsphilosophie, die einem ganzheitlichen Ansatz folgt. So werden natürliche, vollwertige und geschmackvolle Zutaten der Saison verwendet, die regional verfügbar sind. 

Achtsamkeit, regelmäßige Bewegung, Entspannung und ein entschleunigter Alltag spielen hier eine wesentliche Rolle.

Clean Eating ist seit geraumer Zeit ein Megatrend und Internethype. Die Keimzelle ist die Ernährungsberaterin Tosca Reno aus Amerika. Sie gilt als Begründerin dieser Ernährungsphilosophie. Viele Grundlagen entstammen aus den 50er Jahren. So hatte schon damals Prof. Werner Kollath die Ernährung mit unbehandelten Lebensmitteln propagiert und bereits Anfang der 1900er Jahre entdeckte Maximilian Bircher-Benner  die Vorteile der Rohkosternährung.

Ebenfalls im deutschsprachigen Raum ist u.A. die Autorin Hannah Frey als Vertreterin der „Clean Eating Basics“ bekannt.

Die „Guten Alten Zeiten“ – was ist heute anders?

Früher gab es viele Lebensmittel aus dem eigenen Garten oder direkt vom Bauern, die dann täglich selbst zubereitet wurden und so gab es im Winter keine frischen Erdbeeren. Das „metabolische Syndrom“ (Zivilisationskrankheiten) war weitgehend unbekannt und Allergien gab es so gut wie keine. 

Heute sind nahezu alle Lebensmittel jederzeit und überall verfügbar und es wird zum größten Teil auf Fertigprodukte zurückgegriffen. Das Aufwärmen ist an die Stelle von „selbst zubereiten“ getreten. Auch wird die Frage nach der Öko-Bilanz nur selten gestellt. Bekannt ist den Wenigsten, dass uns diese Ernährungsweise langfristig und dauerhaft krank macht. Dabei kann doch jeder täglich  aufs Neue selbst entscheiden, wie er sich ernähren möchte. Die „Clean Eating” Strategie liefert hier reizvolle Entscheidungshilfen für eine bewusste Ernährung, die nicht nur Ihrem Körper gut tut.

Anhaltspunkte für eine vollwertige Ernährung

Diese neue Ernährungsweise entspricht einer Umgewöhnung für den Tagesablauf und den Körper. Deshalb sollte die Umstellung „eingeschlichen” werden. Seien Sie mit sich geduldig, denn dies kann bis zu 6 Monate dauern.

Essen Sie erst wenn sie Hunger verspüren und trinken sie vor dem Essen ein Glas warmes Wasser. Nehmen Sie sich Zeit zum Essen und kauen Sie ihr Essen sehr gründlich, denn die Verdauung beginnt im Mund. Lassen Sie mindestens eine halbe Stunde Zeit zwischen der Hauptmahlzeit und dem Dessert. Die letzte Mahlzeit vor dem Schlafengehen sollte mindestens 4 Stunden zurückliegen. 

Die empfohlene Trinkmenge liegt bei 30 ml pro 1 kg Körpergewicht.

Es ist empfehlenswert, Rohkost und Salat stets vor der Kochkost zu essen.

Gemüse ist schonend zu dünsten oder besser noch roh zu essen.

Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte sollten während der Zeit des Einschleichens der neuen Ernährungsweise nicht öfter als 2 mal pro Wochen auf dem Speiseplan stehen.

Diese gilt auch für die „Zwischendurch“-Snacks (Heißhungerattacken): Gemüsechips, Trockenfrüchte, Smoothies, Nüsse und Saaten.

Der vollständige Artikel ist im aktuellen WALNUSSblatt (Mai 2021) zu lesen!